Teddy4you in Corona-Zeiten

Covid-19 Corona-Pandemie. Ich hätte nie gedacht, dass ich je über so ein Thema in unserem Teddy4you Blog schreiben würde. Darüber zu schreiben ist auch in diesem Fall etwas übertrieben. Ich bin kein Virologe, Mediziner oder sonst ein Krisenexperte. Hier erwartet den Leser kein Vorschlag, Rat, Anleitung zur korrekten Verhaltensweise in Krisenzeiten oder wie er sich am besten vor das Virus schützen kann. Vielleicht ist es eher eine kurze Bestandsaufnahme aus meiner Sicht. Über Dinge die Teddy4you betreffen, unsere Stickerei und die Einschränkungen die einen aktuell begegnen.

Mein Plan für den Teddy4you Blog

Ich hatte geplant im Teddy4you Blog nur über die schönen Dinge rund um Teddys, Geburtsgeschenke und Rituale zur Geburt zu schreiben. Aber dieses Thema betrifft uns nun mal alle und es gibt keine Ausnahmen. Und ich merke, dass mir dieser Blogpost in diesem Moment nicht leicht von der Hand geht. Es sind zu viele Gedanken, die mir durch den Kopf gehen. Dieses Gedankenchaos sollte ein Schreiberling (so nenne ich mich hier, auch wenn ich kein richtiger Schreiberling bin) eigentlich vorher geordnet haben – bevor er einen Text verfasst. Aber vielleicht habt Ihr ja Verständnis und Muse oder seid einfach nur interessiert, einen kurzen Lagebericht über unsere aktuelle Situation zu lesen.

Corona-Pandemie – welche Auswirkungen hat das auf Teddy4you?

Zu allererst wenig. Aber nach und nach traten immer mehr Hürden auf, die es zu bewältigen gab bzw. noch zu bewältigen gibt. So kam erstmal keine bestellte Ware von unserem Lieferanten an. Durch Grenzschließungen und der Wegfall von Luftfrachtkapazitäten mussten sich die Transportunternehmen komplett neu strukturieren. Bestellte Plüschtiere wurden nicht mehr bei uns abgeholt, weil unser Paketdienstleister diese Route nicht mehr fuhr und die nächstgelegenen Paketshops zeitweise ihren kompletten Betrieb einstellten. Daher haben wir unsere Lieferzeiten verlängert. Diese Situation hat sich jetzt gebessert. Trotzdem warten wir noch etwas ab und werden die Lieferzeiten zu gegebener Zeit wieder anpassen.

Von einem wichtigen Lieferanten sind zur Zeit einige Plüschtiere leider gar nicht mehr zu beziehen, weil dieser den kompletten Betrieb aufgrund der Pandemie eingestellt hat. Das betrifft sowohl Teddy4you als auch benötigte Ware für unsere Stickerei. Hier müssen wir abwarten, wann der Lieferant wieder öffnen und liefern kann. Sollte sich unser Vorrat dieser betreffenden Plüschtiere komplett leeren, werden diese erstmal nicht mehr bestellbar sein.

Corona-Pandemie – wie geht es weiter?

Diese Frage stellen wir uns, wir von Teddy4you, und natürlich alle Menschen auf unserem Globus. Zur Zeit erleben wir alle eine einschneidende Phase voller Einschränkungen und Angst. Angst, um die eigene Existenz und natürlich Angst, von einem Virus krank zu werden, über den wir kaum etwas wissen und der bei einer erfolgten Ansteckung vermutlich unsere körperliche Vitalität lebenslang beeinträchtigen könnte. Ganz zu Schweigen von einem schlechten Krankheitsverlauf, der tragischerweise tödlich enden könnte. So kennen wir alle die schrecklichen Zahlen, welche uns in allen Medien täglich präsentiert werden. Für viele von uns sind es bloß Zahlen, aber es sind tausende Schicksale, die Familien und Freunde ins Bodenlose stürzen, weil sie einen geliebten Menschen verloren haben. So hoffen wir alle, das sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt oder gar gestoppt werden könnte und eine gewisse Normalität wieder eintritt.

Wie geht es weiter?

Auch unsere Kinder, 15 und 17 Jahre alt, verfolgen die Nachrichten, denn sie wollen wissen, wann die Schule wieder öffnet und wie der Ablauf geplant ist. Für unsere Tochter geht es in die finale Schulphase, sie ist in der Oberstufe und jeder Tag ohne Unterricht muss nachgeholt werden. Unser Sohn sieht das Ganze noch etwas gelassener, aber auch er weiß, dass da wahrscheinlich einiges auf ihn zukommt. Und sie vermissen ihren Alltag. Die Treffen mit Freunden, das Ausgehen und auch der samstägliche Stadtbummel. Alles Dinge, die vor Corona für uns alle normal waren.

Und bei Teddy4you?

Bestellungen in unserem Teddy4you Onlineshop werden wir wie gewohnt weiterhin liebevoll und zeitnah bearbeiten.

Und wirtschaftlich?

Viele Firmen bangen um ihre Existenz. Kurzarbeit, die Gastronomie und der Tourismus am Boden, Geschäfte geschlossen. Staatliche Hebel (Kurzarbeitergeld, Corona Soforthilfe, KfW-Kredit) sollen einen tiefen wirtschaftlichen Fall entgegenwirken. Teilweise wird er wirken, aber es werden nicht alle schaffen. Und ich möchte hier und heute auch kritisch werden. Denn es werden auch Sieger aus dieser Krise hervorgehen. Wenn man denn in einer Pandemie von Siegern sprechen darf. Ganz bestimmt ist es Amazon und die großen mächtigen Lebensmittelkonzerne.

Die ganz großen Firmen, die ihren Betrieb teilweise auf ein Minimum reduzieren mussten, werden sich am Ende dieser Zeit den Staub aus den Kleidern klopfen und der Lage angepasst, wieder durchstarten. Sie haben in den vergangenen Jahre hohe Gewinne verbucht und werden in dieser Krise bestens beraten. Sie gelten als Systemrelevant, sind die Leuchttürme unserer Wirtschaft, bestens vernetzt. Denen springt der Staat (also wir, in finanzieller Form als Steuerzahler) zur Seite. Großzügige Kreditlinien von der KfW. Staatliche Garantien bis hin zu Teilverstaatlichungen der Konzerne werden derzeit durchgespielt. Aber diese Riesen zahlen kaum noch Steuern in unserem Land. Ist das gerecht? Ist es gerecht, wenn immer nur die Arbeiternehmerschaft als Druckmittel in den Ring geworfen wird? Jeder kann die Frage für sich selbst beantworten und ich will auch nicht vom Thema abweichen. Nur andere kleinere lokale Player, sei es im Einzelhandel oder in der Gastronomie gehen leider (meist) leer aus. Hier winkt die KfW ab. Gründe finden die Banken bestimmt viele, wenn sie wollen – und sie wollen. Denn, es ist auch politisch gewollt. Die letzten Jahre (Jahrzehnte!) wurde ausschließlich Wirtschaftspolitik für das Wohl der ganz großen Unternehmen betrieben. Jetzt bin ich aber wieder abgewichen.

Hohe Kosten – keine Einkünfte

Um wieder den Anschluss an den vorherigen Absatz zu finden, möchte ich hier nochmal auf die Existenzangst eingehen und dies kurz veranschaulichen.

Die Selbstständigen unter den Lesern wissen es – die Ausgaben, um einen Betrieb am Laufen zu halten sind immens. Miete, Steuern, Gehälter, Krankenkassen- und Genossenschaftsbeiträge, Versicherungen, Abgaben für Wasser und Strom, Steuerberater, Hosting, Verträge mit Dienstleistern, Telefon, GEMA-/GEZ-Gebühren, Abfall, Wartungskosten, und, und, und. Die Liste ist noch lange nicht vollständig. Aber sie soll aufzeigen, was für Kosten erstmal aufgefangen werden müssen, auch wenn der Laden (Betrieb, Geschäft, Firma, etc.) nicht geöffnet ist bzw. nicht öffnen darf. Und privat hat man natürlich auch seine Ausgaben.

Im Ganzen ist es für viele eine wirtschaftlich harte Zeit und sie lässt zum jetzigen Zeitpunkt nicht auf eine positive wirtschaftliche Zukunft schließen. Schon gar nicht in absehbarer Zeit. Auch, wenn einige Politiker in den Medien verlauten lassen, das sie sich Steuersenkungen für einen Neustart wünschen. Ich erwarte das Gegenteil. Das die Zeit nach der Pandemie (schleichend) durch Steuererhöhungen, Tariferhöhungen der Krankenkassen und der dadurch weiterhin sinkenden Kaufkraft geprägt werden. Eine Art Corona-Zuschlag, ähnlich dem Solidaritätszuschlag für die Ostdeutschen Bundesländer, ist denkbar. Denn wo sollen all die Milliarden Euro, die für Schutzschirme ausgegeben werden, wieder reinkommen?

Steuererhöhungen sind wahrscheinlich

Den kleinen und mittelständigen Unternehmen, die überlebt haben, werden nach einer, nennen wir es Schonzeit, erbarmungslose Steuerprüfungen ins Haus stehen. Die großen Firmen sind dem Shareholder Value verpflichtet und werden, um Kosten zu sparen und, um den Gesellschaftern Rechnung zu tragen, an der Personalschraube drehen. Es sind in Zeiten der Pandemie Milliarden an Firmenwerten an den Börsen vernichtet worden. Dieses Geld muss wieder reingeholt werden. Sonst ziehen die verunsicherten Aktionäre vermutlich komplett ihr Kapital aus den heimischen Firmen und wetten auf andere Ertragsquellen.

Zeitarbeit, das Krebsgeschwür unserer flexiblen neuen Arbeitswelt, wird im Niedriglohnsektor noch stärker nachgefragt und sich weiter ausbreiten. Stammbelegschaften, in Betrieben mit einem hohen Anteil an einfach erlernbaren Tätigkeiten, werden weiter ausgedünnt und durch sogenannte Personaldienstleister ersetzt.

Nach all meinen geistigen Ergüssen, möchte ich aber auch zuversichtlich sein und wünsche mir für alle vorrangig eins – Gesundheit und Frieden.

Und eins noch – mögen die düsteren Zukunftsprognosen nicht eintreten und wir in eine prosperierende Zukunft blicken.

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit.

Den ersten Kommentar schreiben.

Antworten

Execution time (seconds): ~0.395338